Welches Schleifpapier für welchen Einsatzzweck?
Hallo Leute,
heute möchte ich über das richtige Schleifpapier schreiben. Welches Schleiferpapier, brauche ich mit welcher Körnung für welchen Einsatzzweck bei welchem Werkstoff. Eins möchte ich vorneweg sagen: Je mehr Abrieb ihr benötigt, desto gröber sollte die Körnung sein.
Auf der Rückseite des Papiers findet ihr eine Zahl, die für die Größe der Körnung steht. Die Zahl wird dabei in der Maßeinheit Mesh angegeben und liegt zwischen 12 und 5000. Das P vor der Zahl steht für die Übereinstimmung mit den Qualitätsmerkmalen nach DIN 69176.
<<BILD>>
Schleifpapier für Holzbearbeitung
Beschreibung | Körnungsgröße | Einsatzzweck |
Grobes Schleifpapier | 40 bis 120 | Erster Anschliff mit groben Abrieb
Entfernung von groben Unebenheiten und Kratzern |
Mittleres Schleifpapier | 150 bis 180 | Vollständige Entfernung von Lackresten |
Feines Schleifpapier | 220 bis 360 | Vorbereitung vor dem Ölen oder Lackieren von Holzoberflächen |
Arbeitsweise
Man arbeitet immer von Grob (80 bis 120) nach Fein (höher als 180). Die mittleren und feinen Schleifpapiere dienen dazu, dass man die groben Schleifspuren nacharbeitet. Wie fein man die nacharbeitet, liegt an der Oberfläche und einem selbst. Je wertvoller, desto feiner sollte man schleifen. Für Wand- und Deckenschleifen sollte man mit einer Körnung von 80 bis 240 arbeiten.
Streuung
Man unterscheidet zwischen der offenen und der geschlossenen Streuung. Bei der offenen Streuung liegen die Schleifkörner weiter auseinander und etwa 50 – 70% der Oberfläche sind bedeckt. Bei der geschlossenen Streuung liegen die Schleifkörner direkt nebeneinander.
Je nachdem was man erreichen will setzt man unterschiedliches Papier ein. Die geschlossene Streuung setzt man ein, wenn man besonders fein schleifen möchte, bspw. bei Furniere und Harthölzer. Die offene Streuung verwendet man für hohen Materialabtrag bei weichen Hölzern. Durch die größeren Abstände setzt sich nicht so schnell Schleifstaub fest. Allerdings dringen diese auch tiefer ins Material ein und können Kratzer hinterlassen. Deshalb immer mit feineren und geschlossener Streuung nacharbeiten.
Tipps im Umgang mit Schleifpapier
- Schaut regelmäßig nach ob das Papier stumpf ist oder nur mit Staub zugesetzt ist. Falls es mit Staub zugesetzt ist, klopft es aus oder geht mit der Druckluftdüse drüber
- Schleift immer mit der vollen Fläche. Das zu große Wärmeentwicklung und bei Lackoberflächen entstehen keine Flecken
- Schleift bei Holz immer mit der Maserung, ansonsten kann es zu Querriefen kommen. Weiches Holz wie Kiefer und Fichte sind hier besonders anfällig.
- Immer Nassschleifen beim Holz. Einfach das Werkstück mit einem nassen Schwamm befeuchten und dann schleifen. Durch das Wasser richten sich die Fasern nach oben und lassen sich sauber abtrennen. Ein weiterer Vorteil: Man atmet weniger Holzstaub ein.
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